Japan Miszellen 2017 – Anmerkungen ohne strenge Reihenfolge 01

Auf dem Weg von Frankfurt nach Tokyo Narita  2./3.11.2017

Der Flug mit Air China von Frankfurt über Shanghai nach Tokyo ist nicht ausgebucht. Es ist wie üblich ein Flug in die Nacht und über die Datumsgrenze.

Etwa die Hälfte der Passagiere sind ältere Deutsche, vielfach Paare, die eine Chinareise machen.  First- und Business-Class Passagiere machen nicht einmal eine Handvoll aus. Zur Essenszeit, etwa auf der Höhe von Bialystok/Kaliningrad  gibt es Turbulenzen, die den Kaffee in den Tassen Tsunami tanzen ließ.

Bei den auf der Fluglinie eingeblendeten Namen überkommen mich Erinnerungen an z.T. lange zurückliegende Jahre, Erzählungen oder Begegnungen: Olsztyn / Allenstein, Kaliningrad/Königsberg (an die Vorfahren mütterlicherseits), Jekaterinenburg (Elenas Erzählungen aus den 1970er Jahren). Dann verschwanden die Namen; die Passagiere sollten schlafen, die Besatzung wollte es auch.

Vier Stunden Umsteige-Wartezeit in Shanghai-Pudong

am Ende der Gangway nach dem Aussteigen steht eine Flughafen-Mitarbeiterin mit einem Hinweisschild für Transitpassagiere. Sie bittet mich zu warten, einen weiteren Passagier ebenfalls. Nur wir zwei wollen weiter. Wir sollen ihr folgen und werden in raschem Schritt von einer zwar schweigsamen, aber durchaus freundlichen Flughafen-Hostess durch lange, leere, breite Gänge mit verschlossenen Türen geführt, die für uns von Security-Männern geöffnet werden und vor einem der Türen schließlich grußlos stehen gelassen. Nach einem Blick von uns öffnet der Security-Mann das letzte Tor; wir sind im Abflugbereich und haben die Schlangen am Immigration Clerance umgangen.

Der zweite Transitpassagier aus der Maschine von Frankfurt, den ich selbstverständlich in deutsch ansprach, ist ein spanischer Doktorand aus Lausanne. Es gibt keinen Grund, die Sprache zu wechseln. Wir haben beide einige Stunden Zeit. Wir wollen einen Kaffee trinken

Die Getränke sind in Pappbecher gefüllt, aber wir haben keine chinesischen Yuan. Meine Kreditkarte wird nicht anerkannt. Die Pin-Codes dürfen hier nur vier Zahlen haben; mein Code hat sechs; der Student hat eine Kreditcarde mit wireless Funktion. Der Kartenleser hat das Zeichen, kann aber die Karte dennoch nicht lesen. Ratlosigkeit. Dann kommt die Frage nach japanischen Yen. Der Student hat Yen. Die Frau an der Kasse ist sehr erleichtert.

23°C, in Shanghai die gut erinnerte undurchsichtig graue Peking Suppe am Himmel

Der Flughafen, an dem immer noch oder schon wieder gebaut wird, ist im Inneren nicht halb so eindrücklich, wie ich ihn von 2013 im Gedächtnis hatte.

Internet auf dem Flughafen: dafür muss man an einem „Kiosk“ ein Passwort erbitten. Drei mal fragen, bevor man vor einem leicht zu übersehenden Techniktresen landet und vier Chinesinnen murmeln hört: „it’s broken“.

Kurz vor dem bording werden die Abfertigungsgate ausgetauscht: Osaka bekommt Tokyo, Ho-Chi-Min Stadt bekommt Osaka, Tokyo bekommt ein gate dazwischen. Die Passagiere müssen sich und das Handgepäck, das bei vielen nach weit mehr aussieht, nochmals bewegen. Man wird stoisch und das tut gut.

Ankunft in Tokyo-Narita mit leichter Verspätung gegen 22.15 Uhr. Das Gepäckband dreht sich rasch mit den ersten Koffern, der Zoll lässt mich unbehelligt. Ich werde abgeholt, bin sehr erleichtert, denn die letzte Verbindung zu meine Ziel im Süd-Osten von Tokyo sollte um 22.00 Uhr sein. Es gibt noch andere, aber es dauert nochmals 90 Minuten.

 

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