Niagara Falls – gefroren

23.02.

Selbst mit Vera im Vordergrund

Selbst mit Vera im Vordergrund

Amerikas berühmtester Wasserfall – gefroren. Also stillgelegt? Das ist doch eine Reise wert, vor allem, wenn das für amerikanische Fahrkultur so nahe ist: nur 4 Stunden Anfahrt und 4 zurück.
Die Zeit gilt allerdings nur für die schnellste Strecke. Um durch die Wälder und verstreuten Siedlungen zu fahren, braucht man dann doch schon mehr als die Hälfte an Zeit oben drauf. Also waren wir erst am Nachmittag vor Ort und die Parkplätze auf der US Seite belegt. Immer, wenn wir am Eingang des Parkplatzes vorbei kamen, wurde gerade wieder das Schild „lot closed“ aufgestellt. Dann fuhren wir über die Brücke auf die kanadische Seite.Wir hatten ein Motel gebucht, dass uns einen wirklich kurzen Weg zu den Fällen ermöglichte. Die letzte Zahn- radbahn nach unten erreichten wir noch. Der Himmel war grau – und das Display der Kamera zeigte auch nur grau. Die erste Fotosession war eine Art blind date. Es kamen trotzdem noch einige passable Aufnah- men dabei heraus.
Wir waren natürlich nicht allein, aber ich stand nie weiter vom Geländer entfernt, als in der zweiten Reihe. Die Reihe vor mir besetzten meist chinesische Besucher. Da konnte ich gut meine Kamera über ihre Köpfe halten. Jeder Schritt bot einen neuen Anblick; immer meinte ich, das ist der schönste Blick. Es gab keinen schönsten Blick.
Die schönsten Bilder produzierten die eigenen Augen. Da konnte man sich den weiß gefrorenen Flusslauf intensiv betrachten, denn dass darunter noch das Wasser brausend floss, wusste ich ja und hatte es vor dem inneren Auge. Aber weil man sich nicht satt sehen konnte, drückte ich doch immer wieder auf den Auslöser. Es gibt wunderbare Fotos von den drei Wasserfällen des Niagara und herrliche Zeich- nungen und Malereien. Sie sind appetizer und Erinnerungen; die entscheidenden Eindrücke kommen vom eigenen Erleben. Am Wochenende waren Wasser, Himmel, Eis und Schnee nahezu eine Farbe. Sie ließen jede Kontur verschwinden. Von der kanadischen Seite aus konnte man die immer noch fließenden Wasser vom Bridal Veil und American Fall kaum von den mächtigen Eisblöcken, die sich über den Felsen auftürmten, unterscheiden. Wasser war natürlich noch zu sehen, aber es war gebändigt vom Eis und wirkte weit ruhiger als auf Abbildungen oder vielleicht auch im Sommer. Das Grau schuf eine Gemeinsamkeit.
Was man am Horseshoe Fall, dem großen Wasserfall auf der kana- dischen Seite, noch als turbulent empfinden konnte, wirkte auf der amerikanischen Seite durch den weitläufigen dick verschneiten Park geradezu romantisch.
Es war ein entspanntes, sehintensives Wochenende, das die Kälte sympathisch machte.
Übrigens: Wikipedia hat eine schöne Seite für die Niagara-Fälle gestaltet. Man kann mit deren Fotos meine Eindrücken gut vergleichen.

Niagara2_da wo derFall beginnt3Niagara2_das Erstarrte+dasFliessendeNiagara2_daSchautmanNichtmehrDurch

gut gelaunte Besucher auf der amerikanischen Seite

gut gelaunte Besucher auf der amerikanischen Seite

Niagara2_dasVölkchen2

 

 

Vor den Klippen: ein idyllischer Fluß (amerik. Seite)

Vor den Klippen: ein idyllischer Fluß (amerik. Seite)

 ein Blick auf den Niagara Fluß


ein Blick auf den Niagara Fluß

Ein Abschiedsblick:

Niagara_Blick auf BridelFallVon der Umgebung der Niagara-Fälle

Niagara2_Beton schaut übers WasserNiagara_Umgebung2

 

 

Niagara2_Weg aufwärtsNiagara_Umgebung1

 

 

 

der Alltag in Grau und mit amerikanischer Technik

der Alltag in Grau und mit amerikanischer Technik

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